Spielzeichen III – Kulturen im Computerspiel/Kulturen des Computerspiels

Passau, Germany, 6.-8. December 2018

Universität Passau. Veranstaltungsort: Innstraße 43, IT-Zentrum (ITZ) (Raum Vortragsraum 017)

Als ästhetisches Produkt fungiert das Computerspiel als kultureller Speicher, für das, was in einer Kultur gedacht, gewusst, verhandelt und problematisiert wird. Es ist aktuell jedoch noch Gegenstand vielfältiger Debatten, wie die kulturelle Bedeutungsproduktion des digitalen Spiels gegenüber derjenigen innerhalb ‚traditioneller‘ Medien zu verorten ist. Zentrales inhaltliches Anliegen der dritten ‚Spielzeichen‘-Tagung ist es deshalb, Spiele und soziale Spielpraktiken gleichermaßen als Faktoren kultureller Wirklichkeitskonstruktionen zu beleuchten. Dabei wird gefragt, in welcher Weise sich Kulturen im interaktiven Computerspiel über sich selbst verständigen und wie diese Bedeutungen von den sozialen Akteuren in (digitalen) Teilkulturen ausgehandelt und angeeignet werden.

 

Donnerstag, 06. Dezember 2018

ab 14.45 Uhr

Registrierung

15.15 – 15.45 Uhr

Prof. Dr. Hans Krah, Dr. Martin Hennig (Universität Passau)

Begrüßung und Einführung

Panel 1: Computerspielkultur(en)

 

16.15 – 17.00 Uhr

Sören Schoppmeier (Freie Universität Berlin)                                                                          

Ein Porträt des Videospiels als Akteur-Netzwerk: Grand Theft Auto und die (Re-)Produktion amerikanischer Kultur

 

17.00 – 17.45 Uhr

Dr. des Hiloko Kato (Universität Zürich), René Bauer (Zürcher Hochschule der Künste)

Big in Japan – Kulturelle Mechaniken und Praktiken des Computerspiels

 

17.45 – 18.30 Uhr

Prof. Dr. Martin Roth (Universität Leipzig)

Beiläufiger Nationalismus in japanischen Konsolenspielen

 

 

Freitag, 07. Dezember 2018                   

 

Ab 09:00 Uhr

Registrierung

 

09.30 – 10.15 Uhr

Dr. Martin Hennig (Universität Passau)

Das Computerspiel als Träger und Adressat kultureller Kommunikation 

 

Panel 2: Kulturelle Aneignungen von Computerspielen

 

10.30 – 11.15 Uhr                                           

Dr. des. Timo Schemer-Reinhard (Universität Siegen)

Press Button to…Play. Interfacekultur durch Spielen mit dem Computer

 

11.15 – 12.00 Uhr                                            

Dr. Sebastian Schmitt (Philipps-Universität Marburg)

Gamer vs. Producer. Zur populären Interpretationspraxis von Rollenspielen

 

12.00 – 12.45 Uhr                                            

Jan-Niklas Meier (Universität Bielefeld), João Senna Teixeira (Universidade Federal da Bahia)

Zwischen Kanon und Zensur: Die Pluralisierung transmedialer Erzählwelten in der Wolfenstein-Reihe

 

Panel 3: Subkulturen/Gegenkulturen

 

14.15 – 15.00 Uhr                                            

Dr. Tim Raupach (Philipps-Universität Marburg)

Vom Kult digitaler Patina. Retro-Kulturen im Computerspiel

 

15.00 – 15.45 Uhr                            

Christopher Lukman (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Trash-Game als Konsumkritik. Bennett Foddy über Jazzuo, B-Games und konsumistisches Spielen

                             

Panel 4: Computerspiel- vs. Medienkultur

 

16.15 – 17.00 Uhr                        

Christian Richter (Universität Potsdam)

Let’s Play Hugo – Computerspiele(n) im analogen Fernsehprogramm

 

17.00 – 17.45 Uhr                                           

Rebecca Haar (Eberhardt Karls Universität Tübingen)

Gaming-Diskurse im Film: Wie werden Spielmodi im Film dargestellt?

 

17.45 – 18.30 Uhr                                            

Mario Hirstein (Universität Mannheim)

Die andere Gewaltdebatte: Splatter-Ästhetik in The Last of Us und Bioshock Infinite

 

 

Samstag, 08. Dezember 2018

 

Panel 5: Verarbeitung kultureller Paradigmen

 

09.30 – 10.15 Uhr                                            

Peter Podrez (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

Stadtspiele, Spielstädte. Zum Verhältnis von Games und urbaner Kultur

 

10.15 – 11.00 Uhr                                         

Fabian Schwarz (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Videospiele als Spiegel sozialer Erwartungen und Normen: Entwicklungen in der Darstellung von homosexuellen und transgender Charakteren

 

11.30 – 12.15 Uhr                                            

Arno Görgen (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Stefan H. Simond (Bergische Universität Wuppertal)

Mental Health im digitalen Spiel: Sedimentationen einer epistemischen Kultur

 

12.15 – 13.00 Uhr                                            

Prof. Dr. Oliver Ruf (Hochschule Furtwangen), Markus Matt (Universität Koblenz-Landau)

Sphären-Konvergenzen. Doki Doki Literature Club als Indiz kulturästhetischer Körperlichkeit